Die Unternehmensgruppe

Fakten als Basis

Die Kenntnis der Zündquellen und deren Auswirkungen bei unterschiedlichsten Nutzungen bilden die Basis für einen optimalen Vorbeugenden Brandschutz.

Durch die Auswertung von Trends aus den Brandschadenstatistiken ist eine zielgerichtete Brandverhütungstätigkeit gegeben.

Brandjahr 2019:
Großschäden dominieren das Brandgeschehen

1.086 Brände mit einer Mindestschadenssumme von je 2.000,00 Euro gingen im Jahr 2019 in die Brandschadenstatistik für Oberösterreich ein und damit um 32 Brandgeschehen weniger als 2018. Gemessen an der Anzahl der Brände kam das zuletzt abgeschlossene Brandjahr sogar knapp unter dem Durchschnitt der vorangegangenen 10 Jahre zu liegen, die dabei verursachten Schäden erreichten allerdings einen neuen Rekordwert: Mit 73,4 Mio. Euro liegt die Gesamtschadenssumme um 56 Prozent über dem Vorjahreswert und immerhin um 40 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt. Verantwortlich dafür ist insbesondere ein Großbrand, der mit einer Schadenssumme von über 20 Mio. Euro zu Buche schlägt und die Statistik sprichwörtlich auf den Kopf stellt. Und auch sonst spielten die Großschäden im vergangenen Brandjahr eine führende Rolle, 23 Mal überschritt der durch ein Brandereignis verursachte Sachschaden die Grenze von 500.000,00 Euro. Insgesamt beträgt die durch diese 23 Brände hervorgerufene Schadenssumme fast 44 Mio. Euro und damit rund 60 Prozent der Gesamtschadenssumme 2019.

Der zuvor erwähnte Großbrand zeichnet auch dafür verantwortlich, dass die Tarifgruppe Industrie hinsichtlich der Sachschäden zur Nummer 1 aufstieg (24,7 Mio. Euro) – gefolgt vom zivilen Bereich (16,6 Mio. Euro), dem Gewerbe (15,7 Mio. Euro) und der Landwirtschaft (10,4 Mio. Euro). Bei der Anzahl der Brände nimmt naturgemäß der zivile Bereich mit 517 Bränden die Führungsrolle ein, 191 Brandgeschehen entfielen auf das Gewerbe, 173 auf die Landwirtschaft und lediglich 28 auf die Industrie. Als Nummer 1 der häufigsten Brandursachen stellte sich 2019 neuerlich die Zündquelle „Elektrische Energie“ (256 Brände) heraus, gefolgt von offenem Licht und Feuer (188 Brände) und den Wärmegeräten (187 Brände). Immerhin 119 Brände waren auf die Zündquelle „Blitzschlag“ zurückzuführen.

Hinsichtlich der Brandtoten ordnet sich das Jahr 2019 mit 5 Todesopfern (2018: 6 Brandtote) wieder im langjährigen Durchschnitt ein. Die Anzahl der Verletzten blieb mit 126 gleich wie im vorangegangenen Jahr. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der zum Download bereitstehenden Oö. Brandschadenstatistik 2019.

 

Brandschadenstatistik Oö 2019 Brandschadenstatistik Oö 2013
Brandschadenstatistik Oö 2018 Brandschadenstatistik Oö 2012
Brandschadenstatistik Oö 2017 Brandschadenstatistik Oö 2011
Brandschadenstatistik Oö 2016 Brandschadenstatistik Oö 2010
Brandschadenstatistik Oö 2015 Brandschadenstatistik Oö 2009
Brandschadenstatistik Oö 2014 Brandschadenstatistik Oö 2008

 

 

Das Brandjahr 2018 in Österreich:
Weniger Brände, niedrigere Sachschäden

Aus Sicht der österreichischen Brandverhütungsstellen erwies sich 2018 als erfolgreiches Brandjahr: sowohl die Anzahl der Brände als auch die Höhe der dabei verursachten Schäden reduzierten sich deutlich gegenüber dem Vorjahr und sanken unter die mehrjährigen Durchschnittswerte. Die Gesamtzahl der Brände erwies sich sogar als die niedrigste seit dem Jahr 2009. Im Jahr 2018 fanden insgesamt 6.679 Brände mit einer Mindestschadenssumme von 2.000 Euro Eingang in die Statistik der österreichischen Brandverhütungsstellen, was ein Minus von 729 Bränden bedeutet, die Gesamtschadenssumme sank um rund 25 Mio. Euro auf zuletzt 290,3 Mio. Euro ab. Die Gesamtzahl der Brandtoten in Österreich stieg hingegen von zuvor 27 auf nunmehr 33 Todesopfer an.

Bemerkenswert war im Brandjahr 2018, dass die Zündquelle „Blitzschlag“ – diese manifestierte sich im Vorjahr als österreichweit häufigste Zündquelle – mit 1.069 Bränden wiederum nur knapp auf den zweiten Rang im Ranking der häufigsten Brandursachen verdrängt wurde. Die Spitzenposition nahm die Zündquelle „Elektrische Energie“ (1.084 Brände) ein, auf den Plätzen 3 und 4 landeten im abgelaufenen Brandjahr „Offenes Licht und Feuer“ (956 Brände) und „Wärmegeräte“ (696 Brände). Die mit Abstand höchsten Sachschäden wurden durch die Zündquelle „Elektrische Energie“ (97,6 Mio. Euro) verursacht, gefolgt von „Offenes Licht und Feuer“ (47,6 Mio. Euro), „Wärmegeräte“ (25 Mio. Euro) und „Brandstiftung“ (22,4 Mio. Euro).

Hinsichtlich der Risikogruppen zeigte sich einmal mehr, dass rund die Hälfte aller Brände private Haushalte betreffen – der Anteil an der Gesamtzahl der Brände sank zwar gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozentpunkte, er liegt aber mit 48 Prozent weiterhin klar an der Spitze. Auch im Hinblick auf die verursachten Schäden entfällt nahezu ein Drittel (rund 32 Prozent) auf den Zivilbereich.

 
Brandschadenstatistik Österreich 2018 Brandschadenstatistik Österreich 2013
Brandschadenstatistik Österreich 2017 Brandschadenstatistik Österreich 2012
Brandschadenstatistik Österreich 2016 Brandschadenstatistik Österreich 2011
Brandschadenstatistik Österreich 2015 Brandschadenstatistik Österreich 2010
Brandschadenstatistik Österreich 2014 Brandschadenstatistik Österreich 2009