Die Unternehmensgruppe
Vor dem 01.01.2004 - Keine gesetzliche Kennzeichnungspflicht

In der Zeit vor der gesetzlichen Kennzeichnungspflicht konnte die ÖNORM-Kennzeichnung auf Grund der ON Registrierungsbestätigung durchgeführt werden. Nach Angaben statistischer Auswertungen waren nur ca. 5% der eingebauten Brandschutztüren ÖNORM-gekennzeichnet. Deshalb sind auch heute in älteren Bausubstanzen viele Brandschutztüren vorhanden, die keine Kennzeichnung aufweisen. Bereits damals durfte eine Brandschutztür nur ÖNORM-gekennzeichnet werden (siehe ON-geprüft Etikett), wenn diese aus einer güteüberwachten Fertigung entstammte.

Das behandelte Bauprodukt wird in der ÖNORM B 3850 (Ausgabe: 06.12.2000) letztmalig „Brandschutztür“ bezeichnet. In der Ausgabe vom 01.10.2001 der ÖNORM B 3850 wird erstmalig der Begriff „Feuerschutztür“ definiert.

 

  

Ab dem 01.01.2004 - gesetzliche ÜA-Kennzeichnungspflicht

Nach einem Jahr Übergangsfrist kam mit 01.01.2004 die gesetzliche ÜA-Kennzeichnungspflicht (Übereinstimmung Austria- siehe ÜA-Etikette). Hersteller von Feuerschutztüren müssen seitdem ihre Eigenüberwachung auf Grund eines Überwachungsvertrages fremdüberwachen lassen (z.B. durch die Inspektionsstelle des IBS Linz). Die positive Fremdüberwachung und eine positive Erstprüfung sind Grundlage für die Registrierungsbescheinigung, welche die Registrierungsstelle (z.B. BPS OÖ) ausstellt. Diese berechtigt den Hersteller zur ÜA-Kennzeichnung seiner Feuerschutztür.

 

  

Ab dem 01.11.2016 – CE-Kennzeichnung möglich

Seit Beginn der Übergangsperiode können vorerst Feuerschutztüren als Außentüren (EN 14351-1) nach der EN 16034 CE-gekennzeichnet in den Verkehr gebracht werden, wenn die Voraussetzungen dafür gegeben sind. So müssen u.a. die WPK (Werkseigenen Produktionskontrolle) und das Werk des Herstellers positiv inspiziert worden sein. Der Hersteller erklärt mittels Leistungserklärung und CE-Kennzeichnung die Leistungen der jeweiligen Produktnorm, welche das Produkt zum Zeitpunkt des Inverkehrbringens erfüllt. Ergänzend wird ein CE-Etikett am Produkt selbst angebracht, wo explizit auf die erfüllten Feuer- und Rauchschutzleistungseigenschaften eingegangen wird (siehe CE-Etikett).

 

  

Ab dem 01.11.2019 – nur noch CE-Kennzeichnung zulässig

Nach Ablauf der Übergangsperiode dürfen Feuerschutztüren als Außentür nur noch nach der EN 16034 (in Verbindung mit EN 14351-1) CE-gekennzeichnet in den Verkehr gebracht werden. Wann es auch für Feuerschutztüren als Innentür soweit ist, bleibt noch abzuwarten.